© TUK / Team ecoshARrk
"Müll nicht rum"
66 Views | 0 Notes
Studierende erreichen dritten Platz beim Landeswettbewerb

Verbraucher*innen im Alltag schnell und einfach über umweltgerechtere Alternativen zu Plastikverpackungen informieren – das gelingt mit der App „ecoshARk“, die vier Studenten der TU Kaiserslautern entwickelt haben. Die kreative Idee überzeugte die Jury des landesweiten Wettbewerbs „Müll nicht rum“, initiiert vom Umweltministerium Rheinland-Pfalz. Ende Oktober gratulierte Umweltministerin Ulrike Höfken dem studentischen Team bei der Preisverleihung in Mainz zum dritten Platz, der mit 500 Euro dotiert ist.

Von Unispectrum live • Julia Reichelt

Wird ein passender Gegenstand, zum Beispiel eine Packung Duschgel, von der Smartphone-Kamera erfasst, öffnet sich im Display ein Infofenster. Verbraucher*innen bekommen direkt nützliche Umwelttipps angezeigt – in dem Fall etwa „Mit der Verwendung von Festseife lassen sich überaus effizient große Berge an Verpackungsmüll vermeiden“. In gleicher Weise bewertet ecoshARk weitere Dinge des täglichen Bedarfs wie WC-Papier, Getränke oder Elektrogeräte. Mit der technikbasierten Aufklärungsarbeit soll es auf spielerisch-leichte Weise gelingen, Menschen für das Vermeiden oder umweltgerechtere Entsorgen von Plastikmüll und damit für den Umwelt- und Klimaschutz zu gewinnen.

Die vier Elektro- und Informationstechnikstudenten Nils Brand, Philipp Schmitz, Michael Strupp und Tobias Jauch haben die App 2019 bei einem 24 Stunden-Hackathon am Fraunhofer IESE (PFAFF HACK) in Kaiserslautern entwickelt. „Als wir kurz danach an der Uni vom Wettbewerb „Müll nicht rum“ erfahren haben, war klar, dass wir die Chance nutzen und unseren Prototypen einreichen“, erläutert Brand.

Hinter ecoshARk steckt modernste Technologie: Dank Künstlicher Intelligenz, konkret Maschinellem Lernen – und Augmented Reality kann die App zuverlässig Objekte erkennen und mit den hinterlegten Informationsanzeigen verknüpfen. Mögliche Zusatzfeatures, die für noch mehr Spielspaß und einen langfristigen Mitmacheffekt sorgen, hat das Team auch schon konzipiert: Zum Beispiel den „Ecoscore“, der nachhaltiges Verhalten mit Punkten belohnt, und so weitere Anreize schafft, die richtige Wahl zu treffen und sich dabei mit anderen zu messen.

„Dass unser Prototyp – nach dem gewonnenen Design-Sonderpreis beim Pfaff Hack – nun bereits beim zweiten Wettbewerben ausgezeichnet worden ist, bestärkt uns natürlich darin, dieses Projekt weiterhin zu verfolgen und die Technik weiterzuentwickeln", erklärt Jauch. Teamkollege Brand ergänzt: „Um kooperativ und vernetzt an der App arbeiten zu können, bauen wir uns aktuell die passende IT-Infrastruktur auf. Da kommt das Preisgeld wie gerufen, denn so können wir die bereits privat getätigten Investitionen für die laufenden Serverkosten kompensieren.“

Weiterführende Informationen zur App ecoshARk sind verfügbar unter:
dev-hype.tech/ecoshark

Weiterführende Informationen zum Wettbewerb sind verfügbar unter: https://muellnichtrum.rlp.de/plastik/

Die Entwickler von ecoshARk: (v.l.n.r.) Nils Brand, Tobias Jauch, Philipp Schmitz und Michael Strupp

Bild des Benutzers Julia Reichelt
Erstellt
am 02.11.2020 von
Julia Reichelt