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Chemiestudentin im ersten Semester:
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„Hier gehöre ich hin.“

Wie in jedem Wintersemester gibt es auch diesmal viele junge Menschen, die an der TU ein Studium beginnen. Eine von ihnen ist Chemiestudentin Isabel Manes. Die 20-Jährige kennt den Campus schon seit Kindertagen.

Von Unispectrum live • Melanie Löw

Der Campus ist für sie keineswegs neu, wohl aber die Vorlesungen und Übungen. Isabel Manes war schon als Kind regelmäßig an der TU, da ihre Mutter in der Hochschulverwaltung arbeitet. So kennt sie dank Kinderuni und Ferienbetreuung den Campus mit all seinen Gebäuden ganz gut. – Eine Tatsache, die für sie und ihre Kommilitonen von Vorteil ist, da sie zum Beispiel weiß, wo sich welches Gebäude und welcher Hörsaal befinden. „An die Vorlesungen muss ich mich aber noch gewöhnen, das ist ganz anders als in der Schule“, sagt sie. Gut fände sie vor allem, dass sie in den Vorlesungen mehr Experimente sehen könne. „In der Schule kam das etwas zu kurz, es stand eher die Theorie im Vordergrund.“ Im Labor selber experimentiert hat sie jedoch noch nicht. „Das kommt erst im zweiten Semester dran.“ Nun stehen erst einmal Vorlesungen und Übungen zur Chemie, Biologie, Physik und Mathematik auf dem Programm.

Schon in der Schule konnte sich die junge Frau für Chemie begeistern. So war für Isabel Manes schnell klar, welches Studienfach es nach dem Abitur sein soll. Und auch die Wahl ihres Studienortes fiel ihr leicht: „Für mich kam nur die TU in Frage, hier gehöre ich hin. Hier fühle ich mich wohl.“

Für das Studium ist die junge Frau nach Kaiserslautern gezogen, in eine kleine Wohnung in der Innenstadt. „Der Weg von meinem Heimatort an die Uni ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr weit. Hier zu wohnen ist praktischer. Mit dem Bus bin ich schnell auf dem Campus“, sagt sie weiter.

Anschluss gefunden hat die Studentin schnell. „Vor ein paar Wochen gab es Mathe-Vorbereitungskurse. Dabei habe ich meine neuen Kommilitonen kennengelernt.“ Mit ihrer Lerngruppe arbeitet sie nun regelmäßig an den Aufgaben für ihre Übungen.

Auch sonst kommt bei der Chemiestudentin keine Langeweile auf. Schon seit drei Jahren spielt sie in der Uni Big Band den E-Bass. „Damals habe ich von meinem Musiklehrer erfahren, dass die Band einen Bassisten sucht. Seitdem bin ich dabei“, so Isabel Manes, die mit dem Deutschlandstipendium gefördert wird. Mit ihren Musikerkollegen trifft sie sich einmal in der Woche zur Probe, um sich auf Auftritte vorzubereiten. Gemeinsam mit der Big Band konnte sie auch schon Erfolge feiern, zum Beispiel als sie in diesem Sommer in Ulm beim Deutschen Orchesterwettbewerb den 2. Platz belegten.

Auf das zweite Semester und das Experimentieren im Labor freut sich Isabel Manes bereits – auch wenn sie weiß, dass bis dahin noch ein großes Stück Arbeit vor ihr liegt.

 

Bild des Benutzers Melanie Löw
Erstellt
am 05.12.2016 von
Melanie Löw

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