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Mehr als nur ein grüner Daumen

Jessica Kiefer, Auszubildende im Bereich Zierpflanzenbau an der TUK, holte beim Bundesentscheid des 30. Berufswettbewerbs für junge Gärtnerinnen und Gärtner die Bronzemedaille.

Von Unispectrum live • Utta Manes-Korban

Fern von Prüfungsdruck und Konkurrenzdenken gemeinsam mit Gleichgesinnten im Team fachliche Fähigkeiten, Kreativität und Spontanität zeigen. Mit diesem Ziel startete am 15. Februar 2017 der bundesweite 30. Berufswettbewerb für 5.000 junge Gärtner unter dem Motto „Der Zukunft gewachsen - MEHR als nur ein grüner Daumen“. 

Jessica Kiefer, Auszubildende im 3. Lehrjahr im Bereich Zierpflanzenbau des Botanischen Gartens der TUK, wurde über eine Broschüre an ihrer Berufsbildenden Schule in Neustadt auf den Wettbewerb aufmerksam. Zusammen mit einem Gemüse- und einem Obstbauern stellte sie sich der Herausforderung zunächst auf Ortsebene.

„Die Aussicht, nach erfolgreicher Qualifizierung im Ortsentscheid und Landesentscheid eventuell zum Bundesentscheid nach Berlin reisen zu dürfen, war für mich außerordentlich reizvoll“, erklärt die junge Gärtnerin.

Mit Bravour durchlief das motivierte Dreier-Team die an die Teilnehmer gestellten Aufgaben des ersten Wettbewerbs zu botanischem und praktischem Wissen aus allen Gartenbausparten und qualifizierte sich für den zweiten Durchlauf.

Für den Zweitentscheid auf Landesebene hatten die Veranstalter, die Arbeitsgemeinschaft deutscher Junggärtner e.V. (AdJ) und der Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) ein weiteres Kreativ-Paket für die Teilnehmer geschnürt. Mit Fachwissen, kreativem Ideenreichtum und vor allem Teamgeist meisterten Jessica Kiefer, Leon Braun und Paul Wingerter auch diese Hürde.

Zusammen mit den Siegern der anderen Bundesländer wurden sie daher Anfang August zur Grünberger Junggärtner-Woche eingeladen. Hier konnten sich die verbleibenden 24 Teams kennenlernen und in entspannter Atmosphäre auf die letzte Etappe vorbereiten. Am 8. September endlich, reiste das rheinland-pfälzische Trio nach Berlin zum großen Finale auf dem Gelände der Internationalen Gartenausstellung.

In einem zweitätigen Wettkampf auf Bundesebene gelang es Jessica Kiefer und ihren Mitstreitern erneut, mit ihren Leistungen zu überzeugen. „Wir mussten zum Beispiel eine Trockenmauer setzen oder hängende Pflanztaschen bepflanzen. Außerdem sollten wir Samen bestimmen und Schnittblumen ihren Pflanzen ohne Blüten zuordnen“, erklärt die junge Frau. Ferner waren große Kreativität und Gestaltungsvermögen gefragt: Die Teams mussten aus den Zutaten ihres mitgebrachten regionalen Rezeptes einen Gemüsestrauß binden oder auch ein Bild von ihrer Vorstellung von „Gärtner. Mein Traumberuf“ in einem aussagekräftigen Foto darstellen.

Für ihre Leistung wurden die drei mit der Bronzemedaille des Bundeslandwirtschaftsministeriums geehrt. Damit gehören die Rheinland-Pfälzer zu den besten Nachwuchsgärtnern des Landes. „Der Bundeswettbewerb hat mir sehr viel Spaß gemacht. Er war eine tolle Chance, unser fachliches Wissen austauschen. Ich habe neue Kontakte geknüpft und viel gelernt. Für mich waren dies insgesamt zwei Wochen voller einzigartiger Erfahrungen, die ich nicht missen möchte“, erzählt Jessica Kiefer begeistert. Als Belohnung erhielt das Team zudem drei Gutscheine für botanische Lehrgänge.

Auch für Matthias Seidel, den Leiter des Botanischen Gartens der TUK und Ausbilder der jungen Frau, spiegelt der Erfolg seines Schützlings die Qualität seiner Ausbildung wider. Dies bestätigen auch die sehr guten Ergebnisse seiner Auszubildenden, Anne Pirello, Liese Theato und Dennis Walter, die alle drei als Klassenbeste ihre Abschlussprüfungen absolvierten.

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Erstellt
am 05.12.2017 von
TU Admin

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