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In Windeseile zum eigenen Unternehmen
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Yummy – leckeres Essen aus der Schüssel

Leckeres Essen, das auch noch gesund ist. – Das ist das Konzept, das hinter dem Start-up BowlyMowly steckt. Die Idee kam den jungen Gründern bei ihrer Projektarbeit in einem Seminar im Studium.

Von Unispectrum live

Pommes, Burger, Pizza und Co. – wenn zwischendurch der Hunger kommt, greifen viele schnell zu Fastfood. Vor allem wenn es stressig ist, nehmen sich die meisten Menschen wenig Zeit, sich aufs Essen zu konzentrieren. Auch an der Uni ist das nicht anders: Viele Studis kennen das, vor allem während der Klausurphasen greift man schnell zu ungesunden Sachen. „Dabei plagt einen oft das schlechte Gewissen, da man seinem Körper eigentlich etwas Gutes tun möchte“, sagt Studentin Claudia Koza, die gemeinsam mit Acilya Deniz und Tobias Rieger das Unternehmen BowlyMowly gegründet hat. Auch den dreien ging es zuweilen so.

Das Thema hat sie in diesem Sommersemester sogar in einem Seminar bei Professor Dr. Matthias Baum am Lehrstuhl für Entrepreneurship beschäftigt, in dem es darum ging, mit einer eigenen Idee ein Start-up zu gründen und dabei alle dafür notwendigen Schritte auch in die Wege zu leiten. „Wir essen gerne gesund und haben überlegt, welche Alternativen es zu eher schweren Gerichten gibt. Man möchte ja auch nicht immer nur Salat essen“, sagt Deniz. So war schnell die Idee geboren, ein Unternehmen zu gründen, das gesunde Mahlzeiten anbietet.

Von ihren Reisen, etwa nach Kalifornien und Asien, kannten Deniz und Koza bereits sogenannte Bowls. Hierbei handelt es sich um Gerichte, die aus gesunden Zutaten bestehen; angerichtet in einer Schale, der Bowl. Dabei kann es sich um süße Gerichte handeln, die etwa aus Haferflocken, Chiasamen, Cashewkernen und Obst wie Erdbeeren, Bananen und Mango bestehen. Aber auch herzhafte Varianten gibt es, zum Beispiel Fleisch mit verschiedenen Gemüsen. Bowls gibt es sowohl kalt als auch warm. Der Name der Gerichte lieferte schließlich den Namen für das junge Unternehmen: BowlyMowly.

Viel Zeit, um ihren Plan in die Tat umzusetzen, blieb den angehenden Unternehmern nicht, da sie am Ende des Semesters ihr Projekt im Seminar vorstellen mussten. Dabei galt es eine Reihe von betriebswirtschaftlichen Kriterien zu beachten, wie das Erstellen eines Business-Plans, dem Anmelden des Unternehmens bei den Behörden und so weiter. Zudem mussten praktische Dinge gelöst werden: Wie und wo die Produkte verkaufen – etwa mit einem mobilen Stand in der Stadt? Oder vielleicht doch besser auf dem Campus? Die Wahl für die erste Verkaufsaktion fiel schließlich auf die TUK.

Für ihr Projekt hat das Team im Rahmen des Seminars 200 Euro Startkapital erhalten. „Damit konnten wir unter anderem Zutaten für unsere Speisen kaufen“, sagt Koza, die 26-Jährige studiert Wirtschaftsingenieurwesen. Doch damit alleine war es nicht getan. „Für unseren Stand haben wir auch unsere Wohnungseinrichtung verwendet, zum Beispiel Regale und einen Kühlschrank“, schiebt Deniz mit einem Lachen hinterher. Außerdem mussten sie vorab noch einen Gesundheitspass erwerben, Lebensmittel verkaufen zu dürfen. Denn hierbei gibt es allerlei Regeln und Hygienevorschriften zu beachten. „Das hat glücklicherweise sehr gut geklappt, wir haben sehr schnell einen Termin für eine Schulung erhalten“, sagt BWL-Masterstudentin Koza.

Und auch sonst blieb noch viel zu tun: „Zunächst hat jeder von uns alles gemacht, sei es unser Logo zu entwickeln, eine Webseite zu erstellen und Kanäle in den Sozialen Medien aufzubauen“, fährt Deniz fort. „Mittlerweile haben wir die Arbeit etwas stärker aufgeteilt.“ Die Lebensmittel mussten frisch gekauft und zubereitet werden. Dabei hat das Team die Kosten immer im Blick gehabt und für alles eine schlüssige Kalkulation erstellt.

Nach nur wenigen Wochen Vorbereitung stand der erste Verkaufstag an: „Er verlief sehr erfolgreich. Wir waren sehr zufrieden und haben viel dazu gelernt“, fährt Koza fort. „Erfreulich war vor allem die positive Resonanz der Kunden“, ergänzt Deniz. Für die weiteren Verkaufsaktionen an der Hochschule Kaiserslautern und bei der „Chill and Grill“-Aktion des UNISPORT auf dem Campus wusste das Team schon besser einzuschätzen, wie viel Ware es kaufen muss. „Wir setzen bei unseren Speisen auf regionale Produkte. Frische ist uns wichtig“, so Koza. „Mit den Vorbereitungen geht es in der Regel einen Tag zuvor los, viel bereiten wir aber auch am Tag selbst zu.“

Bei den Kunden beliebt war vor allem die „Love Bowl“. Sie besteht aus Erdbeeren, Bananen, Cashewkernen und Datteln. „Aber auch unsere herzhaften Gerichten sind gut angekommen“, so die 26-Jährige Deniz. Auch wenn es zunächst nur ein Projekt in einem Seminar war, hat das Team Gefallen daran gefunden. Es hat sich vorgenommen, BowlyMowly weiterauszubauen. „Jetzt stehen erst einmal ein paar Klausuren an“, so Rieger. „Wir legen eine kurze Sommerpause ein und möchten danach weitermachen.“

Mehr zu BowlyMowly

Wer neugierig auf das Angebot geworden ist, kann das Team von BowlyMowly am 25. August beim Start-up Summit im Kulturzentrum Kammgarn in Kaiserslautern mit einem Verkaufsstand antreffen.

Mehr gibt es auch im Netz unter http://bowlymowly.de

Bild des Benutzers Melanie Löw
Erstellt
am 13.08.2018 von
Melanie Löw