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Die Angebote von CampusPlus
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Studieren – aber bitte gesund!

An der TUK steht für das Team von CampusPlus die Verbesserung der studentischen Gesundheit im Fokus. Dabei helfen viele Sportangebote, Relax-Bereiche und bald auch eine eigene App.

Von Unispectrum live • Natascha Möller

44 Prozent der Studierenden in Deutschland fühlen sich durch Stress erschöpft. Das belegt der CampusKompass der Krankenkasse „Die Techniker“. Demnach zählen Prüfungen und Mehrfachbelastung durch Studium und Nebenjob zu den größten Stressfaktoren. Der Druck sowie damit verbundene Beschwerden nehmen über den Studienverlauf zu.

Bereits seit 2015 hat sich die TUK diesem Thema angenommen. Im Projekt CampusPlus geht es darum, die studentische Gesundheit zu verbessern und mit vielen Ausgleichsmöglichkeiten dem täglichen Unistress entgegenzuwirken. „Bei uns heißt Studieren nicht nur eine wissenschaftliche Qualifikation zu erlangen, sondern auch gesund auf dem Arbeitsmarkt zu starten“, sagt Projektleiter Max Sprenger. Quer über den Campus verteilt gibt es zahlreiche Angebote. Dazu zählen etwa Hängematten, in denen man im Sommer in den Pausen entspannen kann, aber auch ein Trimm-Dich-Pfad namens „Campusletics“, auf dem man sich nach den Vorlesungen auspowern kann, oder ein kostenloser Mountainbike-Verleih, um im angrenzenden Pfälzer Wald auf dem Rad vom Uni-Alltag abzuschalten.

Bei uns heißt Studieren nicht nur eine wissenschaftliche Qualifikation zu erlangen, sondern auch gesund auf dem Arbeitsmarkt zu starten.

Max Sprenger

Das Besondere an diesem Programm: „All diese Ideen kommen von den Studierenden selbst und werden auch von ihnen umgesetzt. Die Leitidee von CampusPlus ist es, dass die Zielgruppe selbst zur eigenen Gesundheit beiträgt“, erklärt Sprenger. Ein weiteres Vorhaben des CampusPlus-Teams soll die Studenten über ihre Smartphones zu mehr Bewegung und Gruppenaktivitäten motivieren. In einem vierwöchigen Wettkampf können hierbei Teams aus den Fachbereichen gegeneinander antreten und Punkte sammeln, indem sie zum Beispiel möglichst viele Fahrradkilometer zurücklegen. Die App „Game of TUK“ (GoTUK) steht allen Angehörigen der TU Kaiserslautern zur Verfügung.

Auch beschäftigt sich CampusPlus mit psychischen Belastungen und Effekten, wie beispielsweise Depression, und entwickelt hierzu Maßnahmen. Damit nimmt die TUK in der deutschen Hochschullandschaft eine Vorreiterrolle ein. Bei einer Befragung unter Studierenden 2015 hat Sprenger herausgefunden, dass Kaiserslauterer Studis fitter und gesünder sind als Altersgenossen an anderen Hochschulen. Allerdings hat sich auch gezeigt, dass ein großer Teil der Befragten an Beschwerden leidet, die auf psychische Probleme, wie etwa eine depressive Verstimmung schließen lassen. Die Auswertung hat Sprenger gemeinsam mit Kollegen der FU Berlin im „University Health Report“ veröffentlicht. „Wir möchten präventive Maßnahmen für die Studierenden entwickeln, bislang gab es an anderen Hochschulen nur Studien zu dem Thema“, erläutert Max Sprenger. „Eine erste Maßnahme ist unser Informationsflyer, der zehn Vorschläge mit Soforthilfen bei depressiven Empfindungen enthält.“

Das Konzept „von Studenten für Studenten“ funktioniert sogar so gut, dass bereits deutschlandweit Universitäten auf die Maßnahmen an der TUK aufmerksam geworden sind. Viele der Angebote dienen mittlerweile anderen Hochschulen als Vorlage für ähnliche Projekte. Alles in allem ein Projekt mit Vorbildfunktion und vollem Erfolg.