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Zweifacher Juniorenweltmeister im Tischfußball
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Training und Taktik brachten den Erfolg

Der BWL-Student Constantin Rubel ist zweifacher Juniorenweltmeister im Tischfußball. Um so weit zu kommen, ist vor allem eines wichtig: Üben, Üben und Üben. Aber auch Taktik spielt bei der Sportart eine große Rolle.

Von Unispectrum live

„Das Runde muss in das Eckige.“ – Diese alte Fußballweisheit gilt nicht nur für den Ballsport auf Rasen und Schotterplätzen, sondern auch für Tischfußball. Einer, der darin besonders gut ist, ist der Kaiserslauterer Student Constantin Rubel. Der 21-Jährige ist 2015 im italienischen Turin und 2017 in Hamburg mit der Nationalmannschaft Juniorenweltmeister in der Sportart geworden.

„Zum Tischfußball hat mich vor rund sieben Jahren mein Bruder gebracht“, sagt Rubel. „Mit seinen Freunden hatte er damals in Kaiserslautern den ersten Tischfußball-Verein, den 1. Kicker Club Kaiserslautern, gegründet.“ Regelmäßig habe er mit ihm trainiert – zu Hause und im Verein, jede freie Minute. „Ich habe von einem Profi gelernt“, fährt der Student fort. So führte eins zum anderen: Nach einer zweiwöchigen Vorbereitung sind die beiden bei einem Turnier gestartet. „Da haben wir den dritten Platz belegt“, sagt Rubel, der im dritten Semester an der TUK BWL studiert.

Rubel hatte das Tischfußball-Fieber gepackt. Um sich mit anderen im Wettbewerb zu messen, ging es für ihn fortan von Turnier zu Turnier. Dabei gibt es in diesem Sport unterschiedliche Arten von Wettbewerben, bei denen man an den Start gehen kann: Entweder als Einzelperson oder mit dem Verein. „Ich hatte das Glück, dass meine Eltern mich unterstützt hatten“, sagt er weiter. „Von einem Turnier zum nächsten zu reisen, ist mit Kosten verbunden. Da habe ich viel Lehrgeld gezahlt.“ 

Beim Tischfußball wird ähnlich wie beim Tennis in Sätzen gespielt. Es gibt drei Gewinnsätze mit bis zu fünf Toren. Die Turniere finden in der Regel an den Wochenenden statt. „Die Bundesliga wird zum Beispiel an zwei Wochenenden ausgetragen“, sagt Rubel.

Um bei diesem Sport vorne mitzuhalten, ist Training wichtig. „Auch wenn man kein großes Talent mitbringt, kann man mit regelmäßigem Üben und Fleiß einiges wettmachen“, sagt der Profi, der nebenbei auch noch im unieigenen Sportstudio, dem Unifit, arbeitet. Hinzu komme aber auch, dass man seinen Gegner gut einschätzen können sollte. „Ohne Taktik geht es nicht. Gut zu verteidigen spielt eine große Rolle“, so Rubel weiter. Ähnlich wie beim Schach gilt es, die nächsten Schritte des Gegenübers zu erahnen und den Gegner richtig einzuschätzen. Was sind seine nächsten Schritte? Wo landet der Ball? – Mit solchen Überlegungen beschäftigt sich Rubel während eines Spiels.

Mittlerweile hat der junge Mann wegen des Studiums nicht mehr so viel Zeit zu trainieren. „Ich konzentriere mich nur noch auf die wesentlichen Spiele, etwa bei der Bundesliga und der Rheinland-Pfalz-Meisterschaft.“ Mit seinem Verein, dem 1. Kicker Club Kaiserslautern, ist er im vergangenen Jahr Rheinland-Pfalz-Meister geworden. Einen Traum hat er noch: Einmal die Bundesliga gewinnen – laut Rubel die beste Liga der Welt. „In diesem Jahr klappt es vielleicht. Bislang ist es ganz gut gelaufen“, sagt Rubel und rechnet sich gute Chancen aus.

Der Sport mache ihm immer noch großen Spaß, sagt er. „Ich liebe den Wettbewerb und die Herausforderung“, schiebt er hinterher. Auch in seiner WG in Kaiserslautern steht ein Kicker-Tisch im Wohnzimmer. „Ich werde wohl mein Leben lang Tischfußball spielen, aber eher als Hobby“, sagt er lachend. Geld verdienen könne man damit nämlich nicht.

Besonders gerne erinnert er sich an die Weltmeisterschaft 2017 in Hamburg zurück, bei dem er im Team Juniorenweltmeister wurde, im Doppel Platz zwei und im Einzel den dritten Platz belegt hat. „Das letzte Spiel bei der Meisterschaft werde ich nie vergessen“, erinnert er sich. Mit seinem Gegner, einem Franzosen, stand Rubel alleine vor einer riesigen Zuschauermenge an einem Kicker-Tisch. „Alle haben auf uns geschaut. Vor heimischen Publikum zu spielen, das bei jedem Tor, das man erzielt, jubelt, war ein wahnsinniger, unvergesslicher Moment.“ 

Der Welttag des geistigen Eigentums

Wer gegen Constantin-Rubel antreten will, kann sich am Welttag des geistigen Eigentums, dem 26. April, im Patent- und Informationszentrum auf dem Campus der TU Kaiserslautern der Herausforderung stellen. Mehr Infos dazu unter: www.rti.uni-kl.de/piz/aktuelles/veranstaltungen/welttag-des-geistigen-eigentums-2019/

www.youtube.com/watch?v=-4e-uOY3wF0

Wer traut sich gegen Constantin Rubel anzutreten?

Bild des Benutzers Melanie Löw
Erstellt
am 16.04.2019 von
Melanie Löw